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Eheberatung, Paarberatung und Trennungsberatung

Beratungs-Beispiel: Die Geschichte eines jungen Ehepaares

Die Geschichte eines jungen Paares - Paarberatung*

Ein Jahr nach der Geburt ihrer Tochter sucht ein junges Paar Rat in der Psychologischen Beratungsstelle. 
Die Frau denkt über eine Trennung nach. Seit ihre Tochter auf die Welt kam, redet das Ehepaar nur noch über organisatorische Fragen. Sexuelle Kontakte gibt es keine mehr. Vor der Geburt hatten beide eine partnerschaftliche Beziehung: Beide waren berufstätig. Hausarbeit, Einkaufen, Kochen wurde geteilt. In der Freizeit hatten sie gemeinsame Hobbys. Nach der Geburt des Kindes fand sich die Ehefrau in der traditionellen Rolle, die sie nie einnehmen wollte. Als Mutter war sie auch zuständig für den Haushalt und die Organisation von Alltag und Wochenende. Tief enttäuscht darüber, dass ihr Mann im Beruf nicht mehr zurücksteckte und ihr damit eine Rückkehr in den Beruf unmöglich machte, zog sie sich zurück. Lieber wollte sie allein leben.
Der Ehemann beteiligte sich anfangs an der Versorgung der Tochter. Er konnte es jedoch seiner Frau nie recht machen. Sie hatte genaueste Vorstellungen, denen er sich fügen sollte. Immer häufiger wich er in seinen Beruf aus.
Die meisten Paare, die in die Psychologische Beratungsstelle kommen, fühlen sich vom Partner oder der Partnerin gekränkt, unverstanden und sehnen sich nach Liebe. Die Berater und Beraterinnen versuchen zu vermitteln. 
In einem ersten Schritt versucht die Beraterin, dem Paar zu helfen, dass sie wieder miteinander reden können und sich gegenseitig mitteilen, was sie denken und fühlen. Sie unterstützt das Paar, eine Änderung des Verhaltens auszuhandeln. Der Ehemann versorgt wieder häufiger die Tochter. Seine Frau überlässt es ihm, wie er es macht. Gemeinsam suchen sie nach Wegen, wie die Liebesbeziehung des Paares belebt werden kann. Sie suchen nach einer neuen Form der Beziehungspflege, indem an gemeinsame gute Erfahrungen angeknüpft und mehr gemeinsame Zeit eingeräumt wird.

* Alle Geschichten werden mit ausdrücklichem Einverständnis der Klienten und geänderten Namen veröffentlicht.

 

Viele Paare kennen ähnliche Situationen, einer oder beide Partner überlegen, ob die Beziehung fortgesetzt werden kann und ob sie/er das überhaupt möchte. Manchmal ist eine Trennung auch schon vollzogen, Streitigkeiten vor Gericht oder Verletzungen auf der Paarebene erschweren eine Trennung im Guten. Absprachen zum Unterhalt, zum Umgang mit den Kindern und den weiterhin gemeinsam bestehenden Erziehungsaufgaben werden zur Herausforderung.

Wir bieten Ihnen unsere Unterstützung für diese schwierige Aufgabe an, kooperieren dazu eng mit den örtlichen Familiengerichten und halten Termine für die gerichtsnahe Beratung bereit.

In unserem Projekt "Psychologische Beratung für ältere Menschen und deren Angehörige" gehen wir ganz bewusst auf die über 60jährigen zu. In Ulm können wir aufgrund einer zusätzlichen Bezuschussung durch die Stadt auch zu Ihnen nach Hause kommen, wenn der Weg in die Beratungsstelle nicht mehr möglich ist.

Da die Ehe-, Paar- und Trennungsberatung über dieses Projekt hinaus nicht öffentlich gefördert wird, sind wir nach einem kostenfreien Erstgespräch auf eine Kostenbeteiligung Ihrerseits angewiesen. Jedoch scheitert keine Beratung aus finanziellen Gründen. 

Weiterhin unterstützt unser Förderkreis uns finanziell, um diese wichtige Aufgabe wahrnehmen und auch finanziell schlechter gestellten Menschen anbieten zu können. An dieser Stelle wollen wir uns dafür herzlich bedanken. Falls Sie unsere Arbeit mit einer Spende oder regelmäßigen Förderung unterstützen wollen,  laden Sie sich den Flyer oder das Formular zur regelmäßigen Förderung des Förderkreises in unseren Downloads herunter. Dort finden Sie unsere Bankverbindung oder können Sie ein Lastschriftverfahren einrichten.